Indizien für ein Ende des DAKfCBNF als Verein hat deren Mitgliedersammlung gegeben. AFD e.V. übernahm zusammen mit der EWR eine Dominanz im Verein und sorgte dadurch alleine für eine Beschlussfähigkeit der Versammlung. Versammlung wird als nichtig und ungültig bewertet.
Der als gemeinnütztig anerkannte "Deutsche Arbeitskreis für CB- und Notfunk" (DAKfCBNF) e.V. hat bei seiner Mitgliederversammlung am 17. April 2010 in 34474 Diemelstadt-Wrexen sehr deutliche Indizien geboten, seinem Verbandsende ein weitereres Stück näher gerückt zu sein. Entsprechend einer Meldung der nicht rechtsfähigen "Elbe-Weser-Runde" waren an dieser Versammlung lediglich drei Vorstandsmitglieder und 17 Delegierte anwesend. Letztere setzten sich aus den Abordnungen der Mitgliedsvereinigungen "AFD", "IGdFS" und "EWR" zusammen. Der amtierende Vorsitzende Bernd Böhle hatte sich wegen Krankheit für seine Nichtanwesenheit entschuldigt. Somit konnte die Versammlung nicht satzungsgemäss (Punkt 6.2.1. der Satzung) "vom Vorsitzenden geleitet" werden. Ebenso wie der Vorsitzende fehlte auch der Ehrenvorsitzende ("auf Lebzeit"), Franz Ahne" wegen Krankheit entschuldigt.
Durch Beschlussfassung des restlichen Vorstandes soll aber - ohne erteilte "schriftliche Vollmacht" (Punkt 7.11. der Satzung) - bestimmt worden sein, dass der zweifelhaft rechtmässig im Amt befindliche Geschäftsführer Karl-Heinz Kück, als Versammlungsleiter und entgegen der Satzung tätig sein solle. Dieser eröffnete die Versammlung um 9 Uhr pünktlich, damit die angereisten Mitglieder nicht umsonst zum Tagungsort gefahren sein mussten. Von dem weiteren stellvertretenden Vorsitzenden "auf Zeit" (Punkt 7.1.5. der Satzung) schwieg sich die Versammlung allerdings aus.
Eine Versammlungsleitung durch den - regulären - stellvertretenden Vorsitzenden konnte offenbar nicht erfolgen, da dieser in der laufenden Wahlperiode verstorben und dadurch weggefallen war. Eine Neubesetzung des verwaisten Amtes war bislang nicht erfolgt, wie dies die Satzung im Punkt 7.13. als rechtliche Möglichkeit vorschreibt. Für den am 21. Juni 2009 verstorbenen stellvertretenden Vorsitzenden Alfred Brandt allerdings gedachte die Versammlung mit einer Gedenkminute, die mit der Aussage des Versammlungsleiters Kück abschloss, Alfred Brandt "in Ehren" zu halten. Nun wollte man aber seitens der Versammlungsleitung alles richtig machen. Deshalb ging man vor der Abstimmung über die Annahme die vorgelegte Tagesordnung "Punkt für Punkt" durch. Danach wurde die - vorgelegte - Tagesordnung von der Versammlung mittels Abstimmung angenommen. Das Protokoll der Jahreshauptversammlung 2009 wurde ebenfalls angenommen und akzeptiert. Diverse Genehmigungen durch die Versammlung über einige der zuvor eingereichten Anträge an den Vorstand wurden erteilt. Angeblich solle es "Berichte vom Vorstand, Berichte von Vorstandssitzungen mit ihren Beschlüssen" gegeben haben, wobei nicht nachvollziehbar sein kann, wie dies möglich sein konnte, da der Vorsitzende wegen Krankheit gefehlt hatte. Jedenfalls wurde in der EWR-Meldung bekanntgegeben, dass eine Diskussion erfolgte sei. Daraus hat sich bei einigen, die Tagung verfolgten CB-Funkern die Überzeugung ergeben, wie es sein könne, dass eine Versammlung "Berichte" von nicht autorisierten Personen zur Kenntnis nimmt und daraufhin eine Entlastung des Vorstandes durchführt. Die zuvor geführten Diskussionen über die Themen "Baustellenwarnsystem" und "12 Watt SSB im CB-Funk", über die die Mitgliedsvereine berichteten, könnten eine erfolgte Entlastung des Vorstandes nicht ersetzen. Die Wahlhandlungen erfolgte allerdings nach der Mittagspause. Für das Amt des stellvertretenden Vorsitzenden (Punkt 7.1.2. der Satzung) standen zwei Kandidaten zur Verfügung: Friedel Everding (Elbe-Weser-Runde, Bezirk Detmold) und Lutz-Wolf Zimmer (Interessengemeinschaft der Funker Sachsens, Bezirk nicht bekannt) . Die Versammlung stimmte mit 11 zu 8 Stimmen für den Kandidaten Friedel Everding zum stellvertretenden Vorsitzenden des DAKfCBNF. Als Kandidaten für das Amt des Kassenwartes fanden sich zwei zweitere Kandidaten: Andreas Hauptmann (IGdFS, Bezirk vermutlich Leipzig) und Jürgen Tienken (EWR, Bezirk Bremen). Für den Kandidaten Tienken stimmten die Delegierten mit einem Abstimmungsverhältnis 10 zu 9 äusserst knapp. Zwei Revisoren (Kassenprüfer) wurden ebenfalls noch gesucht. Hierfür fanden sich die Kandidaten Ronald Dörge (IGdFS, Bezirk Dresden) und die Vorsitzende des zwischenzeitlich aus dem DAKfCBNF ausgetretenen Arbeitskreises Sachsen-Anhalt Barbara Eilert (für die EWR, Bezirk Magdeburg). Beide wurden als "Kassenprüfer des DAKfCBNF" gewählt. Ob die Wahlen geheim oder durch Handzeichen obsolviert wurden, ist der Redaktion nicht bekannt.
Die Wahl des stellvertretenden Vorsitzenden "auf Zeit" (Punkt 7.1.5. der Satzung) ist nicht durchgeführt worden. Statt dessen verkündete Versammlungsleiter, Geschäftsführer Kück, den Termin zur nächsten Mitgliederversammlung: 26. März 2011. Ausrichter solle die "Elbe-Weser-Runde" (EWR) sein, die auch zu dieser Versammlung - allerdings satzungswidrig - "einladen" werde. Veranstaltungsort werde wieder das "Landhotel Kussmann" in 34474 Diemelstadt-Wrexen sein. Die Versammlung wurde im Gegensatz zu früheren Veranstaltungen dieser Art mit dem Dank für den guten Verlauf vom Versammlungsleiter schon um 16:25 Uhr geschlossen. Die "Jahreshauptversammlung" wird jedenfalls durch die zahlreichen Diskrepanzen zur Satzung als nichtig und juristisch gegenstandslos gewertet. Eine Wiederholung der Tagung erscheint für viele Beobachter unausweichlich zu sein, wenn das Vereinsregister in Bonn den Verlauf der Tagung ebenfalls als zu den Satzungsbestimmungen widersprüchlich bewertet. |